
5 Fehler die dein Online-Business kompliziert machen
Die 5 häufigsten Fehler, die dein Online-Business unnötig kompliziert machen – und wie du sie vermeidest
Inhalt:
Fehler 1: Du nutzt zu viele Tools parallel
Fehler 2: Du automatisierst zu wenig
„Aber ich hab doch keine Zeit, das alles zu automatisieren!“
Fehler 3: Jeder Funnel ist ein Einzelstück
Fehler 4: Du willst, dass alles perfekt ist
Warum dich das auf Dauer bremst
Fehler 5: Du hast kein klares Ziel für deinen Funnel
Fazit: Du darfst es dir leichter machen
Wenn du magst, schauen wir gemeinsam drauf
Viele Selbstständige verzetteln sich in Tools und Prozessen, die mehr Arbeit als Ergebnisse bringen. Hier erfährst du, wie du dein Business radikal vereinfachst, ohne neue Tools, sondern mit klarem Fokus.
Stell dir vor...
… du willst nur mal kurz was nachschauen. Eigentlich eine Kleinigkeit.
Aber: Du hast 12 Tabs offen, verteilt auf drei Browserfenster. Das Tool, das du suchst, läuft gerade im anderen Fenster. Hattest du da nicht eben noch was bearbeitet? Du klickst dich durch, speicherst etwas – leider im falschen Fenster. Ergebnis: Die aktuellste Version ist weg. Zwei Stunden Arbeit umsonst.
Genau so ging es mir. Und nicht nur einmal.
Der Bildschirm ist voll, der Kopf auch.
Und obwohl ich wusste, dass ich mir das Leben damit unnötig schwer mache, steckte ich irgendwie fest. Nicht, weil ich zu wenig getan hätte, im Gegenteil. Ich war pausenlos beschäftigt.
Aber genau das ist der Punkt:
Dieses Durcheinander ist kein Einzelfall. Und es liegt nicht nur an zu vielen Tabs oder Tools.
Es gibt ein paar typische Muster, die wir Selbstständigen uns unbewusst angewöhnen und die unser Business komplexer machen, als es sein müsste.
Welche das sind und wie du sie vermeidest, zeige ich dir in diesem Artikel.
Fehler 1: Du nutzt zu viele Tools parallel
Ich habe mir über die Jahre ein ziemlich solides System aufgebaut. Jedes Tool hatte seinen Zweck.
Eins für E-Mails. Eins für Landingpages. Eins für die Zahlungsabwicklung. Und noch eins für die Kursplattform. Dazu mein Kalender-Tool und natürlich ein paar Integrationen, damit das alles zusammenarbeitet.
Das hat auch funktioniert, technisch gesehen.
Aber: Sobald ich etwas ändern oder schnell anpassen wollte, war klar, dass ich wieder in mehreren Tools gleichzeitig arbeiten muss.
Neue Freebie-Idee?
Dann musste ich die Landingpage neu anlegen, das Formular neu einbinden, den Automation-Flow anpassen, die Willkommensmail aktualisieren und alles miteinander verbinden, in vier verschiedenen Tools.
Das hat nichts mit mangelnder Organisation zu tun.
Im Gegenteil: Ich hatte mein System im Griff, aber es war unnötig aufwendig.
Und irgendwann habe ich gemerkt, wie viel Zeit und Energie genau dadurch verpufft ist:
Weil ich für einfache Dinge fünf Tools geöffnet habe.
Weil jede Kleinigkeit zur technischen Aufgabe wurde.
Und weil ich Projekte aufgeschoben habe, die ich eigentlich gern gemacht hätte, weil das Setup einfach zu viel Aufwand bedeutete, obwohl ich Technik liebe.
Warum das wichtig ist
Wenn dein System so aufgebaut ist, dass du als Schaltzentrale alles im Blick und in der Hand haben musst, dann bist du auch die einzige, die es am Laufen halten kann.
Und genau das ist die Falle:
Du arbeitest nicht mehr an deinem Business, sondern ständig im System.
Und das bremst dich, nicht, weil du unorganisiert bist, sondern weil das Setup zu kompliziert ist, um dich wirklich zu entlasten.
Was du stattdessen tun kannst
Es geht nicht darum, alle Tools sofort zu kündigen.
Aber frag dich mal ehrlich:
Welche Tools nutze ich wirklich regelmäßig und intensiv?
Wo entstehen unnötige Reibungen?
Wo wiederholen sich Abläufe, die einfacher gehen könnten?
Vielleicht wäre es an der Zeit, nach einer Lösung zu schauen, die mehr abdeckt und weniger zerstreut.
Nicht, um alles neu zu machen, sondern um dir wieder mehr Fokus und Klarheit zurückzuholen.
Fehler 2: Du automatisierst zu wenig
Ich geb’s zu: Ich hab lange geglaubt, dass ich „schneller bin, wenn ich’s eben selbst mache“.
Einmal kurz die Bestätigungsmail verschickt, die Rechnung manuell rausgeschickt, Reminder im Kalender eingetragen, dauert ja nur zwei Minuten.
Aber genau da liegt der Denkfehler:
Es sind nie nur zwei Minuten. Es ist jedes Mal ein Wechsel der Aufgabe, der Energie, des Fokus.
Und diese Mikro-Aufgaben läppern sich. Jeden Tag. Jede Woche.
Vor allem dann, wenn du mehrere Kunden betreust, Anfragen bekommst, Launches vorbereitest oder Freebies rausgibst und überall ein paar Klicks, ein paar Handgriffe, ein paar Gedanken dazukommen.
„Aber ich hab doch keine Zeit, das alles zu automatisieren!“
Auch das dachte ich mal. Bis ich verstanden habe:
Keine Automatisierung kostet dich mehr Zeit als eine einfache.
Denn Zeit sparst du nicht, wenn du dich durch jeden einzelnen Prozess klickst, sondern wenn du einmal überlegst, was du nicht mehr selbst tun musst.
👉 Beispiel:
Statt Termine manuell zu koordinieren: Buchungstool mit automatischer Bestätigung.
Statt „Danke“-E-Mails manuell zu schicken: Automatisierte Sequenz mit Follow-up.
Statt Rechnungen einzeln zu versenden: Integration mit Zahlungsanbieter.
All das ist kein Hexenwerk und du musst dafür auch keine „Tech-Queen“ sein.
Aber du musst bereit sein, den Wert deiner Zeit ernst zu nehmen.
Warum das wichtig ist
Wenn du alles selbst machst, kannst du nicht wachsen.
Dann bleibst du im Tagesgeschäft gefangen, selbst wenn du dein Business liebst.
Du brauchst keine Riesenautomatisierung. Aber du brauchst einen klaren Blick darauf, welche Schritte dich jeden Tag aufhalten, obwohl sie längst automatisierbar wären.
Denn genau diese Punkte rauben dir am Ende:
Energie für strategische Entscheidungen
Zeit für gute Inhalte
Raum für kreative Ideen
Was du tun kannst
Du musst nicht alles sofort automatisieren. Fang klein an:
Schreibe auf, was du jeden Tag manuell tust.
Überlege, ob das wirklich nur „zwei Minuten“ dauert, oder ob’s dich mehr kostet.
Such dir eine Sache, die du ab jetzt nicht mehr selbst machen willst.
Und dann: Automatisiere genau diese eine Aufgabe.
Nicht für den Effekt heute. Sondern für den Unterschied, den es über Wochen und Monate macht.
Denn du bist nicht im Business, um dauernd beschäftigt zu sein.
Sondern um Ergebnisse zu sehen, mit Leichtigkeit.
Fehler 3: Jeder Funnel ist ein Einzelstück
Du planst ein neues Freebie, ein kleines Angebot oder vielleicht einen Workshop. Und obwohl du schon mal etwas Ähnliches gemacht hast, startest du gefühlt wieder bei null.
Neue Landingpage, neues E-Mail-Set, neue Automation. Alles neu, alles von Hand.
Mir ging das lange genauso. Und weißt du was? Es hatte nicht mal etwas mit Chaos zu tun. Ich hatte gute Vorlagen, klare Prozesse, eine funktionierende Struktur.
Und trotzdem war jeder Funnel irgendwie ein Sonderfall.
Weil ich dachte: Dieses Thema ist anders. Diese Zielgruppe braucht einen anderen Einstieg. Dieses Produkt hat eine andere Preisstruktur.
Das Ergebnis:
Ich habe mich immer wieder in Feinheiten verloren. Statt meinen bestehenden Funnel anzupassen, habe ich oft lieber einen neuen gebaut.
Weil es ordentlicher schien.
Weil ich glaubte, dass es so besser funktioniert.
Weil ich es gewohnt war, flexibel zu arbeiten.
Was ich unterschätzt habe: Der Aufwand skaliert mit. Die Wirkung nicht.
Warum das wichtig ist
Ein Funnel ist keine einmalige Aktion.
Ein Funnel ist ein System, das für dich arbeiten soll und genau wie ein gutes System braucht auch dein Funnel Wiederholbarkeit, Klarheit und Standardisierung.
Wenn du jedes Mal neu anfängst, kostet dich das nicht nur Zeit. Es kostet dich auch Übersicht, Testmöglichkeiten und vor allem: Ergebnisse.
Wie willst du wissen, was gut funktioniert, wenn du jedes Mal ein komplett neues Konstrukt baust?
Was du stattdessen tun kannst
Schau dir deine bisherigen Funnel an.
Wo hast du E-Mail-Strecken, Landingpages, Call-to-Actions oder Workflows, die du wiederverwenden kannst?
Ich meine nicht Copy-Paste.
Ich meine: intelligente Wiederverwendung, die modular, flexibel und durchdacht ist.
Zum Beispiel so:
Ein Leadmagnet, der zu mehreren Angeboten passt
Eine Follow-up-Serie, die du nur leicht anpassen musst
Eine E-Mail-Vorlage, die du in verschiedenen Kontexten einsetzen kannst
Ich nutze zum Beispiel in meinem Webinarfunnel sogenannte Custom Values.
Seitdem dauert es keine fünf Minuten, ein neues Webinar anzulegen, inklusive Landingpage, allen E-Mails, Follow-ups und Erinnerungen.
Was bei mir seit dem am längsten dauert? Das Entscheiden für den neuen Termin.
So soll es sein.
Du arbeitest einmal sauber und danach läuft es.
Fehler 4: Du willst, dass alles perfekt ist
Du kennst das bestimmt:
Du willst was veröffentlichen, bist eigentlich fast fertig und dann bleibst du an Kleinigkeiten hängen.
Ist die Headline wirklich stark genug?
Sollte das Bild nicht noch ein bisschen heller sein?
Passt der Abstand auf dem Handy?
Und zack, anstatt live zu gehen, verbringst du den halben Nachmittag mit Dingen, die am Ende keiner sieht oder die für dein Ziel gar nicht entscheidend sind.
Ich hab das früher ständig gemacht.
Nicht, weil ich unentschlossen war, sondern weil ich dachte, es muss halt richtig gut sein.
Richtig gut = richtig fertig = richtig perfekt.
Aber weißt du was?
Ich hab dadurch viele gute Ideen unnötig lange zurückgehalten.
Warum dich das auf Dauer bremst
Wenn du wartest, bis alles perfekt ist, gehst du oft gar nicht erst raus.
Du startest nicht. Du testest nichts. Du bekommst kein Feedback.
Und das ist schade, weil du dadurch Zeit verlierst. Nicht nur Arbeitszeit, sondern auch die Zeit, in der dein Funnel hätte laufen, lernen, besser werden können.
Perfektionismus fühlt sich wie Fleiß an, aber oft ist es einfach nur eine sehr elegante Form von Aufschieberitis.
Was wirklich hilft
Ich sag mir heute bei fast jedem Projekt:
"Es muss nicht perfekt sein. Es muss raus."
Das bedeutet nicht, dass ich irgendwas Halbfertiges abschicke.
Aber ich weiß, dass der Unterschied zwischen 90 und 100 Prozent oft nur für mich sichtbar ist. Und 90 Prozent reichen meistens völlig.
Denn nur, wenn der Funnel läuft, kann ich sehen, was wirklich funktioniert.
Nur dann weiß ich, was ich verbessern sollte und was vielleicht gar keine Rolle spielt.
Heute ist mein Leitsatz:
Gut genug, um zu starten und offen genug, um besser zu werden.
Fehler 5: Du hast kein klares Ziel für deinen Funnel
Ein Funnel kann viel: Vertrauen aufbauen, E-Mails sammeln, verkaufen, informieren, vorbereiten, launchen, nachfassen.
Und genau da liegt das Problem.
Denn wenn du deinen Funnel baust, ohne genau zu wissen, was er eigentlich tun soll, dann tut er meistens: nichts.
Ich hab das früher öfter gemacht, vor allem bei kleineren Aktionen.
Da wollte ich gleichzeitig neue Leute erreichen, die Community pflegen, ein Freebie bewerben und vielleicht noch einen kleinen Kurs verkaufen. Alles in einem Rutsch.
Die Seiten sahen gut aus. Die Mails waren geschrieben. Die Automationen liefen.
Aber das Ergebnis? War eher mau.
Nicht, weil der Funnel schlecht war, sondern weil ich ihn nicht auf ein Ziel ausgerichtet habe.
Warum das so entscheidend ist
Ein Funnel ist kein Bauchladen.
Er ist ein Wegweiser. Und wenn das Ziel unklar ist, weiß auch niemand, wohin er führen soll.
Wenn du selbst nicht genau weißt, worauf der Funnel hinausläuft, wird es auch für deine Leser unklar.
Dann lesen sie deine E-Mails, klicken vielleicht auch mal, aber sie wissen nicht, was sie am Ende tun sollen.
Und du merkst das irgendwann.
Du bekommst weniger Antworten, weniger Buchungen, weniger Bewegung.
Nicht weil dein Content schlecht ist, sondern weil der Fokus fehlt.
Was hilft
Mach es dir einfach:
Bevor du irgendetwas baust, frag dich:
Was soll am Ende dabei rauskommen?
Willst du…
neue Kontakte für deine Liste?
Gespräche führen?
etwas verkaufen?
Vertrauen aufbauen für einen späteren Launch?
Jede Antwort ist okay, solange es eine klare ist.
Denn wenn du das Ziel kennst, kannst du auch den Weg dorthin sinnvoll gestalten.
Du weißt, wie die Landingpage aufgebaut sein muss, was deine E-Mails bewirken sollen und du kannst viel leichter entscheiden, was du weglässt.
Ein klarer Funnel fühlt sich übrigens nicht nur für die Besucher besser an, sondern auch für dich. Du musst weniger entscheiden, weniger basteln, weniger zweifeln.
Du machst einfach das, was nötig ist, nicht alles auf einmal.
Fazit: Du darfst es dir leichter machen
Wenn du dich in einem oder mehreren dieser Punkte wiedererkennst, willkommen im Club. Das geht so vielen so.
Gerade, wenn du ambitioniert bist, dir Mühe gibst, dein Business mit Herz aufbaust, dann verstrickst du dich leicht. Nicht aus Planlosigkeit, sondern weil du alles richtig machen willst.
Aber genau das macht es oft schwerer, als es sein müsste.
Ein Tool zu viel, eine Automation zu wenig, ein Funnel zu individuell, eine Idee zu lange gefeilt – und plötzlich hast du den Überblick verloren, obwohl du eigentlich alles im Griff hattest.
Die gute Nachricht: Du kannst jederzeit wieder Klarheit reinbringen.
Mit den richtigen Entscheidungen, mit einem durchdachten Setup und vor allem mit dem Vertrauen, dass einfach auch professionell sein darf.
Wenn du magst, schauen wir gemeinsam drauf
Manchmal reicht schon ein kleiner Impuls von außen, um endlich Klarheit zu bekommen.
Wenn du das Gefühl hast, dass es bei dir gerade etwas hakt, dann buch dir gern einen Termin bei mir.
Wir werfen gemeinsam einen Blick auf deine Business-Struktur und schauen, wo du mit kleinen Stellschrauben sofort spürbar etwas verbessern kannst.
Kein Technik-Talk. Kein Verkaufsgespräch. Sondern ein ehrlicher Austausch mit Blick auf das, was für dich Sinn macht.